Versicherungspflicht für Selbstständige?

Die Diskussion über die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige hält an. Das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) liefert in einer neuen Studie jetzt Argumente für die Befürworter eines größeren Versichertenkreises. Für die Entlastung der Rentenkasse käme es allerdings entscheidend darauf an, wie die Einbeziehung der Selbstständigen zeitlich umgesetzt wird.

Die DIW-Studie untersucht in einem ersten Szenario die Auswirkung einer Versicherungspflicht für alle neuen Selbstständigen. Hier kommt sie zu dem Ergebnis, dass die positiven Effekte nur langsam, aber stetig eintreten würden. Mittelfristig wären sowohl eine Reduzierung des Beitragssatzes als auch eine Erhöhung des Rentenniveaus wahrscheinlich. Würden dagegen ab sofort alle Selbstständigen in Deutschland in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) einzahlen, könnten die Beitragssätze schon kurzfristig sinken – um bis zu 1,5 Prozentpunkte. Mittelfristig würde dieser Effekt allerdings zurückgehen, weil dann mehr Versicherte früher Rentenleistungen beziehen würden. Als effektivste Lösung erscheint ein mittlerer Weg, der die größten Entlastungswirkungen ab den 2020er Jahren eintreten lässt. Dann gehen die Babyboomer in Rente.

Die Studie wird die Diskussion um eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige weiter beleben. Aber nicht nur die Selbstständigen, sondern auch die Mini- und Midi-Jobber wurden in der Untersuchung des DIW berücksichtigt. Hier war das Ergebnis eindeutig: Eine Einbeziehung dieser Gruppe hätte auf die Finanzlage der Gesetzlichen Rentenversicherung kaum spürbare Effekte.

Einzelheiten zur Untersuchung sind im DIW Wochenbericht 30/16 nachzulesen.

Benötigen Sie eine steuerliche Beratung zum Thema Gewerbe, Apotheken oder Immobilien dann rufen Sie uns an - Ihr Steuerberater in Berlin Schöneberg

Weitere Artikel die Sie interessieren könnten


Risiko Schenkungsteuer beim Immobilienkauf

Als Steuerberater in Berlin Schöneberg berate ich häufig Mandanten, die ihre Immobilie an Verwandte oder Freunde verkaufen möchten. Offensichtliche „Freundschaftspreise“ machen dabei das Finanzamt besonders aufmerksam. Erweist sich der Verkauf als sogenannte gemischte Schenkung, wird Schenkungsteuer fällig.

» Beitrag lesen

Steuerpflichten für Influencer

Eine korrekte Übersetzung für das immer öfter zu hörende Wort „Influencer” gibt es nicht. Der Duden kennt keinen „Beeinflusser”. Trotzdem wird diese Tätigkeit für immer mehr Menschen zur Einnahmequelle – im Nebenerwerb oder als finanzielle Lebensgrundlage.

» Beitrag lesen

BFH erleichtert Vorsteuerabzug

Der Vorsteuerabzug mindert die Steuerlast umsatzsteuerpflichtiger Unternehmen. Das Prinzip ist recht einfach: Von der selbst eingenommenen Umsatzsteuer wird die selbst gezahlte Umsatzsteuer abgezogen. Die Differenz zieht das Finanzamt ein.

» Beitrag lesen

Erben haften für Steuerschulden

Wer erbt, übernimmt nicht nur das Vermögen des Erblassers. Vererbt werden auch die Schulden – und dazu gehören die Steuerschulden. Es empfiehlt sich, vor der Annahme einer Erbschaft einen Steuerberater aufzusuchen, um sich beraten zu lassen. So bekommt man als Erbe Klarheit über eventuelle Steuerrückstände des Verstorbenen, für die man steuerrechtlich – und strafrechtlich – […]

» Beitrag lesen

2018: Wichtige Änderungen im Steuerrecht

Mit einem Jahreswechsel sind regelmäßig Änderungen im Steuerrecht verbunden. Auch 2018 werden Neuregelungen wirksam, die ich als Steuerberater in Berlin Schöneberg im Sinne meiner Mandanten beachten werde. Auf einige Veränderungen möchte ich kurz hinweisen.

» Beitrag lesen

Kein Steuererfindungsrecht des Gesetzgebers

Steuerberater in Berlin und ganz Deutschland beraten Mandanten über ihre Rechte und Pflichten als Steuerzahler. Das Steuerrecht in einem Rechtsstaat verpflichtet aber nicht nur die Steuerpflichtigen.

» Beitrag lesen

2016: Mehr als 3 Millionen Einsprüche bei der Finanzverwaltung

Als Steuerberater in Schöneberg bin ich häufig mit Einsprüchen gegen Steuerbescheide beschäftigt. Nun hat das Bundesfinanzministerium eine Statistik über die Bearbeitung der Einsprüche in den Finanzämtern im Jahr 2016 vorgelegt. Auch als Berliner Steuerberater mit jahrelanger Erfahrung staune ich immer wieder über die Vielzahl der Einsprüche in Millionenhöhe. Dabei gehen die Entscheidungen meist positiv für […]

» Beitrag lesen

Umsatzsteuer-Vorauszahlungen: EuGH entscheidet

In der praktischen Tätigkeit als Steuerberater in Berlin Schöneberg spielt das Thema Umsatzsteuer eine wichtige Rolle. Unternehmer (Freiberufler und Gewerbetreibende) nehmen – quasi stellvertretend für den Fiskus – von ihren Kunden Umsatzsteuer ein und führen diese an das Finanzamt ab.

» Beitrag lesen

Neue Fonds-Besteuerung ab 2018

Die Steuerberatung in Sachen Immobilien, Fonds und anderen Anlageformen ist immer nur so gut, wie dabei die stetigen Änderungen der Steuergesetze beachtet werden. Als Steuerberater in Berlin Schöneberg weise ich meine Mandanten frühzeitig auf neue Gesetze hin. So können Steuerpflichtige rechtzeitig Strategien entwickeln, um kostspielige Steuer-Einbußen zu vermeiden. Eine solche Änderung steht auch 2018 an: […]

» Beitrag lesen

Spekulationsfrist für selbst genutzte Ferienimmobilien?

Wer unter dem Stichwort „Steuerberatung Berlin Immobilien” sucht, weil er sich über die Besteuerung von Immobilienverkäufen informieren möchte, stößt schnell auf den Begriff der 10-Jahres-Frist, die in § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG geregelt ist: Private Veräußerungen von Immobilien sind nur dann steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens zehn Jahre liegen.

» Beitrag lesen

Unsere Kontaktdaten als
QR-Code für Ihr Handy:

QR Code Kontaktdaten smart-steuerberatung.de

VCF Download