Steuerpflichten für Influencer

Eine korrekte Übersetzung für das immer öfter zu hörende Wort „Influencer” gibt es nicht. Der Duden kennt keinen „Beeinflusser”. Trotzdem wird diese Tätigkeit für immer mehr Menschen zur Einnahmequelle – im Nebenerwerb oder als finanzielle Lebensgrundlage. Zunehmend wird daher auch bei Influencern die Steuerberatung zu einem wichtigen Thema.

Als Steuerberater in Berlin Schöneberg berate ich viele Selbstständige. Deren Einnahmen werden in wachsendem Maße durch Geschäfte im Internet generiert. Unter diesen Selbstständigen befinden sich nicht nur Betreiber von Online-Shops, sondern auch die sogenannten Influencer. Dies sind Menschen, die für ein bestimmtes Thema als Experten gelten und vor allem im Social-Media-Bereich vertreten sind. Wer beispielsweise auf dem Gebiet „Heimwerker” einen starken Einfluss hat, veröffentlicht Videos auf Youtube über Tipps und Tricks im handwerklichen Bereich, betreibt dazu vielleicht noch einen eigenen Blog mit Ratgeber-Charakter. Oft beginnt die Karriere als Influencer als Hobby. Mit der steigenden Anzahl von Klicks wächst aber auch die Bedeutung dieser Influencer als Werbeträger. Der Wert der Influencer für den kommerziellen Bereich liegt vor allem in ihrer Glaubwürdigkeit („Credibility”).

Influencer erhalten deshalb zum Beispiel von Unternehmen unentgeltlich Produkte zum Vorstellen in ihren Videos. Denn der Werbeeffekt ist teilweise deutlich ertragsreicher als bei traditioneller konfrontativer Werbung. Aufgrund der wachsenden Bekanntheit und der wertvollen Credibility einzelner Influencer werden heute zum Teil auch schon hohe Geldbeträge bezahlt, damit der Social-Media-Star bestimmte Produkte möglichst verkaufsfördernd auf seinem YouTube-Kanal oder in seinem Blog präsentiert. Der Bundesverband Influencer Marketing e. V. schätzt, dass in Deutschland circa 60.000 Menschen mit diesem Geschäftsmodell einem Haupt- oder Nebenerwerb nachgehen. Der Großteil der Umsätze (in Geld oder in Sachwerten) wird dabei von einer kleinen Gruppe sehr erfolgreicher Influencer generiert. Diese machen nach einer Schätzung des Bundesverbands nur etwa 10 bis 15 Prozent der gesamten Gruppe aus.

Wird die Tätigkeit als Influencer zu einer regelmäßigen Einnahmequelle, ist diese Tätigkeit als Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt anzumelden. Eine Einstufung als freiberufliche Tätigkeit ist aufgrund des werbenden Charakters, der hier eindeutig im Vordergrund steht, in der Regel nicht möglich. Die steuerlichen Konsequenzen sind vielen Influencern oft gar nicht bewusst, wenn das Hobby allmählich zu einem Erwerb wird. Es besteht somit die Pflicht, eine Einkommensteuererklärung abzugeben – auch dann, wenn nebenbei eine abhängige Beschäftigung ausgeübt wird. Dazu kommt die Pflicht zur Erstellung einer Umsatzsteuererklärung und – soweit der Betroffene sich nicht als Kleinunternehmer einstufen lässt – zur regelmäßigen Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen. Viele Influencer werden in Bezug auf die Gewerbesteuer von dem relativ hohen Freibetrag von 24.500 Euro profitieren. Fällt trotzdem noch Gewerbesteuer an, ist dessen Höhe abhängig vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde. Als erfahrener Steuerberater in Berlin Schöneberg berate ich Influencer dabei, wie sie ihre Selbstständigkeit steuerlich optimal gestalten können.

Benötigen Sie eine steuerliche Beratung zum Thema Gewerbe, Apotheken oder Immobilien dann rufen Sie uns an - Ihr Steuerberater in Berlin Schöneberg

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