Spekulationsfrist für selbst genutzte Ferienimmobilien?

Wer unter dem Stichwort „Steuerberatung Berlin Immobilien” sucht, weil er sich über die Besteuerung von Immobilienverkäufen informieren möchte, stößt schnell auf den Begriff der 10-Jahres-Frist, die in § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG geregelt ist: Private Veräußerungen von Immobilien sind nur dann steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens zehn Jahre liegen.

Der Gesetzgeber will mit dieser Regelung Spekulationen auf Gewinne mit Immobiliengeschäften steuerlich erfassen. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzte Immobilien können auch innerhalb der 10-Jahres-Frist steuerfrei verkauft werden. Wie steht es aber mit Ferienwohnungen, die der Eigentümer nur gelegentlich nutzt? Sind auch Erholungsaufhalte „eigene Wohnzwecke” im Sinne des Einkommensteuerrechts? Das Finanzgericht Köln hat zu dieser Frage ein Urteil gefällt – und darin einer gängigen Verwaltungspraxis widersprochen. Dass selbst genutzte Ferienhäuser unter den Tatbestand der Selbstnutzung fallen, wurde auch in einem Schreiben des BMF aus dem Jahre 2000 (IV C 3 S 2256-263/00) vertreten.

Im konkreten Fall ging es um eine Ferienwohnung auf Sylt, die ausschließlich für gelegentliche Aufenthalte des Eigentümers und seiner Familie genutzt wurde. Weniger als zehn Jahre nach dem Kauf wurde das Objekt wieder veräußert. Das Finanzgericht Köln war der Auffassung, dass dieser Verkauf ein privates Veräußerungsgeschäft sei. Dieses falle unter „sonstige Einkünfte” im Sinne von § 22 Nr. 2 EStG und erfülle deshalb einen steuerpflichtigen Tatbestand (Urteil vom 18.10.2016, 8 K 3825/11). Es widerspräche dem Sinn des Gesetzes, die Ausnahmeregelung für Immobilien, die vom Eigentümer selbst genutzt wurden, auch auf Feriendomizile auszudehnen.

Die höchstrichterliche Klärung dieser Frage noch steht aus. Denn das Verfahren ist noch beim Bundesfinanzhof (BFH) unter dem Aktenzeichen IX R 37/16 anhängig. Es geht also um die Frage, ob Zweitwohnungen, die nur zur Erholung genutzt werden, auch innerhalb der 10-Jahresfrist steuerfrei veräußert werden können. Seit 1999 ist die Besteuerung von privaten Grundstücksverkäufen erheblich verschärft worden, um „Spekulationsgeschäfte” besser besteuern zu können.

Als Steuerberater in Berlin rate ich meinen Mandanten zurzeit aufgrund der unsicheren Rechtslage, die Frist im Zweifel einzuhalten. Für jeden Einzelfall empfiehlt es sich, eine persönliche Steuerberatung für Immobilien in Berlin in Anspruch zu nehmen. Ich berate Sie als erfahrener Steuerberater in Berlin eingehend zu allen Fragen rund um Immobilien und Steuern. Gerade bei der Steuerberatung zu Immobilien in Berlin treten immer wieder komplizierte Einzelfragen auf, bei denen es um viel Geld geht. Nicht immer sind Steuerbescheide rechtlich korrekt. Und oft ist die steuerliche Behandlung von Immobilien streitig – wie dieser Fall zeigt. Als Ihr Steuerberater in Berlin Schöneberg informiere ich Sie umfassend und helfe Ihnen dabei, Steuern zu sparen.

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