Maklerkosten als Werbungskosten für Mieteinkünfte

Von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung können unter Umständen Maklergebühren abgesetzt werden, die für den Verkauf eines anderen Grundstücks bezahlt wurden. Dies ist möglich, wenn das vermietete Grundstück durch den Verkauf eines anderen Grundstücks finanziert wird. Die dafür angefallenen Maklerkosten können als Werbungskosten im Sinne von § 9 EStG steuermindernd geltend gemacht werden.

Dies hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 11. Februar 2014 klargestellt (Az. IX R 22/13) und sich damit der Auffassung der Vorinstanz angeschlossen (Finanzgericht Münster, Urteil vom 22. Mai 2013, Az. 10 K 3103/10 E). Die Einstufung der Maklergebühren für einen Grundstücksverkauf als Werbungskosten gemäß § 9 EStG für die Einkunftsart Vermietung wird damit begründet, dass ein sachlicher Zusammenhang mit der Finanzierung eines anderen – vermieteten – Objekts besteht. § 9 Abs. 1 Satz 2 EStG bestimmt, dass Werbungskosten bei der Einkunftsart abzuziehen sind, durch die sie veranlasst wurden. Steht der Verkauf eines Grundstücks in einem engen Zusammenhang mit der Finanzierung eines anderen Objekts, aus dem Mieteinnahmen bezogen werden, dann ist eine Veranlassung im Sinne der Vorschrift gegeben.

Die Maklerkosten sind jedoch nur unter der Voraussetzung anrechenbar, dass von vornherein beabsichtigt war, den Erlös für die Finanzierung des anderen Grundstücks zu verwenden. Nur dann sei ein wirtschaftlicher Zusammenhang anzunehmen, der sich mindernd auf die Steuerlast für Einnahmen aus der Vermietung auswirkt.

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