Denkmalimmobilien: Steuersparmodell oder Verlustgeschäft?

DenkmalimmobilienDer Erwerb von denkmalgeschützten Immobilien gilt zu Recht als eines der letzten Steuerschlupflöcher. Wer in alte Bausubstanz investiert, kann seine Steuerlast oft deutlich senken. Der Staat bietet viele Steuervorteile, denn Bund und Länder haben ein Interesse daran, denkmalgeschützte Gebäude restaurieren zu lassen.

Die Abschreibungsmöglichkeiten sind beeindruckend. Modernisierungskosten können – verteilt über zwölf Jahre – zu 100 Prozent von der Steuer abgesetzt werden. Zusätzlich bestehen Abschreibungsmöglichkeiten für die Kosten der Altbausubstanz. Auch Zinsen für Kredite, die zum Erwerb einer Immobilie aufgenommen wurden, sind in voller Höhe absetzbar. Wird ein vermietetes Objekt nach zehn Jahren wieder veräußert, ist der Gewinn steuerfrei. Die fiskalischen Vorzüge des Kaufs von Denkmalimmobilien bieten Anlegern damit eine attraktive Möglichkeit, Steuern zu sparen.

Doch gerade diese außergewöhnlichen Steuervorteile lassen die Preise für Altimmobilien in die Höhe schnellen. Dies sollten vor allem diejenigen wissen, die ein betagtes Gebäude mit der Absicht erwerben, es nach drei oder vier Jahren wieder zu verkaufen. Denn die Sonderabschreibungen können nur einmal in Anspruch genommen werden. Das wissen auch die potenziellen Erwerber – und sind deshalb nicht bereit, die zurzeit übermäßig hohen Preise zu zahlen. Am Ende kann trotz der Steuervorteile der Kauf von Denkmalimmobilien zum Verlustgeschäft werden. Ob sich die Steuer-Ersparnisse trotz der hohen Verkaufspreise finanziell lohnen, sollte deshalb vor dem Erwerb gründlich geprüft werden.

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