2018: Wichtige Änderungen im Steuerrecht

Mit einem Jahreswechsel sind regelmäßig Änderungen im Steuerrecht verbunden. Auch 2018 werden Neuregelungen wirksam, die ich als Steuerberater in Berlin Schöneberg im Sinne meiner Mandanten beachten werde. Auf einige Veränderungen möchte ich kurz hinweisen.
Eine Regelung, die viele Steuerpflichtige entlasten wird, ist die Verlängerung der Abgabefrist für die Steuererklärung. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wird § 149 AO geändert. War bisher eine Steuererklärung bis zum 31. Mai des Folgejahres abzugeben, gilt in Zukunft der Stichtag 31. Juli. Ein kleiner Wermutstropfen: Diese Neuregelung gilt für Besteuerungszeiträume nach dem 31. Dezember 2017. Wer 2018 seine Einkommensteuererklärung oder die Umsatzsteuererklärung für das Vorjahr abgeben möchte, muss dies also weiterhin spätestens am 31. Mai 2018 tun.

Steuerpflichtigen, die von einem Steuerberater beraten werden, wird bereits heute eine Fristverlängerung bis zum 31. Dezember gewährt. Auf Antrag kann diese Frist nochmals um zwei Monate verlängert werden. Auch für beratene Steuerpflichtige verlängern sich die Fristen durch das Modernisierungsgesetz um zwei Monate – wie gesagt allerdings erst faktisch ab 2019. Wer also einen Steuerberater in Berlin Schöneberg sucht, profitiert nicht nur von professioneller Beratung, sondern auch von gesetzlich eingeräumten großzügigen Abgabefristen.

Mit der Einführung der sogenannten Kassennachschau werden den Finanzämtern ab 2018 neue Möglichkeiten zur Überprüfung vor Ort beim Steuerpflichtigen gegeben. Gegenstand dieser Prüfungen ist die Funktionsfähigkeit der Kassensysteme. Fallen bei dieser Prüfung jedoch Unregelmäßigkeiten auf, kann unmittelbar in eine reguläre Betriebsprüfung übergegangen werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine schriftliche Ankündigung. Gerade bei Betriebsprüfungen sollte nicht auf die Hilfe eines Steuerberaters verzichtet werden.

Weitere Neuerungen: Durch die Änderung des § 32a EStG werden der steuerliche Grundfreibetrag sowie die steuerlichen Vergünstigungen für Kinder erhöht. Der Grundfreibetrag steigt zum 1. Januar 2018 auf 9.000 Euro. Das Kindergeld wird um 2 Euro erhöht – gleichzeitig der Kinderfreibetrag auf 2.394 Euro. Um die sogenannte kalte Progression abzumildern, werden die Tarif-Eckwerte ebenfalls angepasst.

In puncto Umsatzsteuer wird es mit dem Jahreswechsel 2017/2018 relativ wenige Umstellungen geben. Allerdings sollten sich Steuerpflichtige bereits heute auf kommende Änderungen durch den sogenannten Mehrwertsteueraktionsplan der EU-Kommission einstellen, die bereits zum 1. Januar 2019 realisiert werden. Viele sprechen bereits heute von der größten Reform des Umsatzsteuersystems im Binnenmarkt seit 25 Jahren.

Die Besteuerung von innergemeinschaftlichen Lieferungen soll fundamental umgestellt werden. Die Grundidee ist, dass innergemeinschaftliche Lieferungen wie inländische Lieferungen behandelt werden sollen. Die Lieferung wird also im Bestimmungsland steuerpflichtig (nach dem dortigen Steuersatz) und der liefernde Unternehmer wird Steuerschuldner. Diese Reform soll bis 2022 umgesetzt werden. Das große Ziel der Reform – der einheitliche europäische Mehrwertsteuerraum – wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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