Reisekostenreform: Was ändert sich?

Seit dem 1. Januar 2014 gibt es im Reisekostenrecht neue Regelungen. So gelten bei den Verpflegungspauschalen statt drei nur noch zwei Stufen. Bei einer eintägigen Reise über 8 Stunden gibt es eine Pauschale von 12 Euro, bei mehrtägigen Reisen beträgt die Pauschale je 12 Euro für Anreise- und Abreisetag und 24 Euro für die Tage der vollständigen Abwesenheit. Wer auswärtig tätig ist, kann Unterkunftskosten für die gleiche Tätigkeitsstätte nur noch bis zu vier Jahre (48 Monate) in Höhe der tatsächlichen Kosten abziehen. Danach gilt eine monatliche Höchstgrenze von 1.000 Euro.

Die Zahlung von steuerfreien Pauschalen für die Verpflegung an derselben Tätigkeitsstätte ist nach wie vor in den ersten drei Monaten steuerfrei. Geändert haben sich die Bestimmungen darüber, wann diese Dreimonatsfrist unterbrochen wird. Es gilt nur noch der zeitliche Faktor. Der Unterbrechungsgrund (Urlaub, Krankheit usw.) spielt keine Rolle mehr: Nach vier Wochen beginnt eine neue Dreimonatsfrist.

Und noch etwas wird sich ab 2014 ändern: Der Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte“, an den sich viele Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Steuerberater seit langer Zeit gewöhnt haben, wird durch die Bezeichnung „erste Tätigkeitsstätte“ ersetzt. Steuerrechtlich kann ein Arbeitnehmer somit nur noch eine (erste) Tätigkeitsstätte innehaben. Hat er praktisch mehrere Arbeitsorte, so kann der Arbeitgeber einen von diesen als erste Tätigkeitsstätte festlegen – bei der Bestimmung dieser ersten Tätigkeitsstätte hat er freie Hand.

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